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Rosa rugosa

von Marina | 14. Juni 2008

Die in kultivierten Grünanlagen angepflanzte Rosa rugosa, auch Kartoffelrose genannt, besticht durch große tief rosa oder purpurne, stark duftende, von Mai bis Juni blühende Blüten. Ihr starker Duft lockt ebenso viele Bestäuber an, wie die Rosa canina.
Die Vitamin-C-reichen Früchte sind erst im Spätherbst oder Winter reif und dadurch ein begehrter Energiespender der Tierwelt. Die leuchtend rote Färbung wirkt hierbei als Lockmittel. Allerdings werden die Früchte erst nach dem ersten Frost, wenn die Fruchtwand der Hagebutte weich geworden ist, von den Tieren gefressen. Vögel lassen sich davon nicht abschrecken – sie picken den festen Fruchtbecher auf, um den süßlich schmeckenden Inhalt aufzunehmen. Dabei werden viele der Nüsschen ausgestreut und zufällig neu gesät (Dysochorie).

Nicht nur die Tierwelt, sondern auch der Mensch weiß die Vorzüge der Winterfrucht zu schätzen. Schon in der Jungsteinzeit dienten die beerenartigen Hagebutten der Ernährung. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Hagebutte der Vitamin-C-Lieferant Nummer eins. Aus diesem Grund wurden die Rosenarten, besonders die Rosa rugosa, nun gezielt kultiviert. Entlang der Autobahnen und Eisenbahnstrecken, aber auch in Dünenlandschaften wurden die robusten Rosen angepflanzt. Aus dem Fruchtbecher wird das Hagebuttenmark gewonnen, während aus den Nüsschen der Hagebuttentee zubereitet wird.

Die Rosa rugosa eignet sich im Garten besser als die Rosa canina, um eine schöne, dichte Hecke anzupflanzen, die auch viele Tiere anlockt.

Vgl.: Angelika Lüttig & Juliane Kasten: Hagebutte & Co.: Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen, Fauna-Verlag 2003, S. 312f.

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