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Rosa canina

von Marina | 02. Juni 2008

Die im mitteleuropäischen Raum am häufigsten verbreitete Wildrose ist die Rosa canina – auch Hundsrose genannt. Die Rosa canina ist in Mittel- und Südeuropa, sowie in Nordafrika und Westasien verbreitet.
Sie zeichnet sich durch kräftigen und bestachelten Wuchs aus. Im Juni bildet sie ihre großen, hellrosafarbenen Blüten aus, die an bis zu zwei Zentimeter langen Blütenstielen einzeln in den Blattachseln stehen. Nach der Blüte sind die fünf gefächerten Kelchblätter zurückgeschlagen.
Die Rosa canina ist eine recht einfach gestaltete, große Scheibenblume, die mit ihrem hohen Pollenangebot viele Besucher anzieht. Neben zahlreichen Bestäubern, wie Hummeln und Bienen, lockt sie auch verschiedene Käfer an.
Nach der Befruchtung wird der Blütenbecher fleischig. Die Fruchtblätter im Inneren des Blütenbechers entwickeln sich zu Nüsschen, die bis zur Reife im Spätherbst durch das Karotinoid Lycopin die charakteristische orange-rote Färbung erlangen. Die Frucht der Rose, die Hagebutte, gehört zur Sammelnussfrucht.

Nicht nur als Nahrungsmittel zur Zubereitung von Tee oder Hagebuttenmus, sondern auch als Heilpflanze, begann die Hagebutte im letzten Jahrhundert ihren Siegeszug. Besonders die Rosa canina wurde schon damals für die Herstellung verschiedener Heilmittel in der Volksmedizin verwendet.
Aus der Rosa Canina wurde die Unterart Rosa canina ssp. Lito gezüchtet, die sogenannte GOPO-Hagebutte, aus der Litozin hergestellt wird. Sie enthält besonders viele Galaktolipide.

Vgl.: Angelika Lüttig & Juliane Kasten: Hagebutte & Co.: Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen, Fauna-Verlag 2003, S. 312f.

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