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Alternative Therapien bei Gonarthrose

von Marina | 20. November 2007

In Studien der Kliniken in Jena und Berlin wurde nachgewiesen, dass Fußreflexzonentherapie und Akkupunktur wirksame Therapien bei der Behandlung von Arthrose im Knie sein können.

Bei Fußreflexzonentherapie geht man davon aus, dass am Fuß jeder Region des Körpers ein Punkt zugeordnet ist, der bei entsprechender Stimulation, z.B. Druck, eine Reaktion in der betreffenden Region bewirkt.
Bei einer normalen Fußreflexzonenmassage habe ich auch selber feststellen können (als ich mich denn endlich einmal traute hinzugehen), dass z.B. meine Hände sehr viel besser durchblutet wurden und sich Spannungen im Schulterbereich durch diese Massage gelöst haben.
In der Studie des Kompetenzzentrums Naturheilverfahren des Universitätsklinikums Jena (UKJ) wurde nachgewiesen, dass durch die regelmäßige Therapie das Schmerzempfinden der Patienten verändert wurde. 75% der teilnehmenden Patienten gab an weniger Schmerzen zu spüren. Allerdings musste die Therapie zwei Mal pro Woche von Spezialisten durchgeführt werden, und hilft nur in leichten bis mittelschweren Fällen.

In der Berliner Charité wurde die Wirksamkeit von Akkupunktur bei Gonarthrose untersucht. Auch hier kam man zu der Erkenntnis, dass bei leichten und mittelschweren Fällen diese alternative Therapie wirksam sein kann. Allerdings lässt die Wirkung 6 Monate nach Ende der Behandlung nach. Auch hier ist wichtig, dass Experten die Behandlung vornehmen, da sonst Verletzungen auftreten können, oder nicht die erwünschte Wirkung erzielt wird.
Die Studie hat übrigens dazu beigetragen, dass einige Krankenkassen die Kosten einer Akkupunktur-Therapie bei Kniearthrose übernehmen.
In der Bibliothek kann man Glück haben, und den Artikel dazu finden:
Brinkhaus B, Witt CM, Linde K, Streng A, Melchart D, Willich SN. Wirksamkeit der Akupunkturbehandlung bei Osteoarthrose – Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie. Internist Prax 2006;46:637-647.
Oder man liest die englische Zusammenfassung im Lancet.

Ich denke, in Kombination mit viel Bewegung, richtiger Ernährung und Litozin sollte man über diese beiden Therapiealternativen nachdenken, bevor man beginnt starke Schmerzmittel zu nehmen.

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